Satellit zeichnet schärfste Landkarte aller Zeiten Die Informationen, die in diese Karte einfließen, würden 20 Millionen
Bücher füllen. Mit insgesamt 20 Terabyte Bilddaten erstellt derzeit die
Esa in ihrem "Globcover"-Projekt die genaueste Weltkarte, die es jemals
gab.
Mehr als 20 verschiedene Oberflächenklassen wird die Karte darstellen.
Sie kann somit unter anderem als Grundlage für die Untersuchung von
Landnutzungstrends und für die Entwicklung natürlicher und künstlicher
Ökosysteme dienen. Auch Ausmaße und Auswirkungen der Klimaveränderung
lassen sich ablesen.
Aufgezeichnet werden die Bilder vom Umweltsatelliten Envisat. An Bord
hat er das Instrument Meris (Medium Resolution Imaging Spectrometer),
das derzeit täglich 150 Minuten Bildmaterial mit einer Raumauflösung
von 300 Metern liefert. Unterstützt wird das Instrument von zwei
weiteren Envisat-Sensoren, die bei der Unterscheidung zwischen leicht
verwechselbaren Oberflächenklassen wie Feuchtbiotopen und tropischem
Regenwald helfen oder auch Verzerrungen aus der Atmosphäre
kompensieren. Die so erhobenen Daten ergeben ein riesiges Mosaik
unserer Erde.
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